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Fachkräftemangel im Handwerk: Zahlen und Strategien für Betriebe.

Fachkräftemangel im Handwerk 2026: Zahlen, betroffene Gewerke und konkrete Strategien, mit denen Handwerksbetriebe Gesellen und Azubis gewinnen.

Von Salvatore Vene & Peyman HöllerAktualisiert: 17.10.20262 Min. Lesezeit
Das Wichtigste in Kürze
  • In vielen Gewerken fehlen seit Jahren Fachkräfte.
  • Bau- und Ausbaugewerke sind besonders betroffen.
  • Betriebe mit sichtbarer Arbeitgebermarke haben bessere Chancen.
Illustration: Eingehende Bewerbungen auf dem Smartphone und Hinweis auf Kurzbewerbung in 60 Sekunden
Symbolbild zum Thema Mitarbeiter finden

Der Fachkräftemangel ist für viele Handwerksbetriebe das größte Wachstumshindernis. Aufträge wären da, Leute fehlen. Was sagen die Zahlen, und was können Betriebe konkret tun?

Die Lage in Zahlen

Laut KOFA-Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (Juli 2026) konnten 2025 rechnerisch knapp 100.000 offene Stellen in Handwerksberufen nicht besetzt werden. 59 von 115 Handwerksberufen wiesen Engpässe auf, in 35 davon besteht der Mangel seit mindestens zehn Jahren. Besonders gefragt sind Fachkräfte für Energiewende und Infrastruktur, etwa in Bauelektrik, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie im Dachdeckerhandwerk.

Interessant: In genau diesen Gewerken steigen laut der Studie Bewerberzahlen und Ausbildungsverträge. Junge Menschen nehmen gute Perspektiven also wahr.

Was Betriebe tun können

  1. Sichtbar werden: Wer online nicht zeigt, wie es bei ihm ist, wird nicht gefunden. Eine gute Website mit Karrierebereich ist die Basis.
  2. Passive Kandidaten ansprechen: Social Recruiting erreicht Gesellen, die nicht aktiv suchen. Mehr: Handwerker finden.
  3. Selbst ausbilden: Azubis über Instagram und TikTok gewinnen, siehe Azubis finden.
  4. Neue Zielgruppen: Quereinsteiger, Studienabbrecher, Frauen im Handwerk, internationale Fachkräfte.
  5. Mitarbeiter halten: Gute Arbeitsbedingungen sind das beste Recruiting. Empfehlungsprogramme helfen zusätzlich: Mitarbeiter werben Mitarbeiter.

Warum Jugendliche Handwerksberufe meiden

Häufige Gründe sind ein veraltetes Image, die Ausbildungsvergütung und schlicht fehlende Sichtbarkeit der Berufe. Betriebe können gegensteuern, indem sie echten Arbeitsalltag zeigen und Verdienst- und Aufstiegsperspektiven bis zum Meister offen nennen.

Fazit

Der Mangel bleibt. Aber Betriebe, die aktiv und ehrlich als Arbeitgeber auftreten, haben deutlich bessere Chancen. Mehr zu unserem Angebot für Betriebe: Marketing für das Handwerk.

Über die Autoren

Salvatore Vene und Peyman Höller sind die Gründer von H&V Media in Bad Arolsen. Sie bauen Websites, betreuen Social-Media- und Recruiting-Kampagnen für kleine und mittlere Unternehmen und verantworten die Inhalte dieses Ratgebers. Mehr über uns

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